Allgemein · Dies und Das · Essen · Familie

Bescherung, Bing Crosby, Beer Butt Chicken

Wow. Wie ist das passiert? Wie kann es sein, dass mit dem heutigen Tag Weihnachten 2015 schon wieder vorbei ist?

Und was für ein schönes Fest es war! Ich kann es eigentlich in drei Begriffe zusammenfassen:

Bescherung, Bing Crosby und Beer Butt Chicken.

Punkt 1: Bescherung.

Wir hatten die Bescherung ja für den ersten Weihnachtsfeiertag aufgehoben, damit unsere Maus ganz in Ruhe alles auspacken und entdecken kann und dann den ganzen Tag mit ihren Sachen spielen kann. Vermutlich hing eine besondere Atmosphäre in der Luft, denn sie war an diesem Tag schon vor um sieben munter, d.h. wir saßen um sieben am Frühstückstisch und um neun waren alle Geschenke schon ausgepackt.

Ich war sehr gespannt darauf, wie die kleine Maus auf ihre Geschenke reagieren würde, ob sie schon weit genug ist, das einigermaßen zu erfassen. Fazit: ja, das war sie. Sie hat mit unserer Hilfe die Geschenke ausgepackt und schon beim Zerreißen des Papiers größte Freude gehabt. Und dann das Grinsen und die glänzenden Augen, als sie den Inhalt gesehen hat – unbezahlbar. Besonders gefreut hat sie sich über eine Puppe. Diese Puppe wurde geknuddelt was das Zeug hält, musste mit ins Bett und als sie munter war, saß sie Hand in Hand mit der Puppe in Bett. Das war eine ganz neue Erfahrung – klar freut man sich immer, wenn man weiß, dass man jemand mit seinem Geschenk glücklich gemacht hat, aber sein eigenes Kind solche Freude zu bereiten war wohl das größte Geschenk, was wir zu diesem Fest bekommen haben.

Punkt 2: Bing Crosby.

Bei uns läuft schon seit einem Monat die Weihnachtsmusik rauf und runter. Weihnachtsmusik country-style, versteht sich. Haben unsere Weihnachts-CD-Sammlung in diesem Jahr sogar noch um zwei Exemplare erweitert: Willie Nelson: The Classic Christmas Album und Irish Christmas von Angelo Kelly & Family. Und obwohl ich viele Weihnachtslieder mag, ist es „White Christmas“ gesungen von Bing Crosby, welches bei mir Christmas feeling pur auslöst.

Das liegt wahrscheinlich am Film „White Christmas“. Kennt ihr den Film? Das ist der allerschönste Weihnachtsfilm der Welt und ich schaue ihn mir jedes Jahr in der Vorweihnachtszeit oder direkt zu Weihnachten mindestens einmal an. Und das schon seit mindestens fünfzehn Jahren. Ich kenne jedes Lied und wahrscheinlich auch fast jedes Dialog auswendig und doch ist die Geschichte jedes Jahr aufs Neue was Besonderes.

So ist das bei uns zu Weihnachten. Mein Freund wird gezwungen sich mit mir White Christmas anzusehen, während ich mit ihm Kevin – Allein zu Haus (Home Alone) schauen muss.

Punkt 3: Beer Butt Chicken.

Beer butt chicken, Beer can chicken, Hähnchen auf der Bierdose – egal wie man es nennt, in diesem Jahr stand das bei uns aufs Weihnachtsmenü.

Ich hatte meinem Freund zu seinem Geburtstag ein Grill-Kurs geschenkt und dort haben wir Hähnchen auf der Bierdose im Grill gemacht. Weber (und auch andere Hersteller) haben dafür ein spezielles Teil entwickelt, damit man keine richtige Bierdose mehr braucht. Da uns das Hähnchen so gut geschmeckt hat, hat er dieses Teil auch noch nachträglich von meinen Eltern zum Geburtstag bekommen. Zu Weihnachten dann endlich die Probe – zwar nicht auf dem Grill aber im Ofen.

Die gute Henriette war ca. 1 ½ Stunden im Ofen und danach so zart, so saftig, so lecker. Mir läuft das Wasser schon wieder im Mund zusammen, wenn ich nur daran denke. Und ein kleines Extra – es war soooooo einfach!

Man reibt das gute Stück mit Gewürzen ein, setzt sie auf einer Bierdose (zu ¾ gefüllt) oder auf den Hähnchenbräter (vorher gefüllt mit Bier – versteht sich), beträufelt sie mit ein bisschen Öl und dann ab in den Ofen, bis sie gar ist. Als kleiner weihnachtlicher Bonbon habe ich noch ein Christmas Butter nach Rezept von Jamie Oliver vorsichtig unter die Haut geschoben – das Resultat war phänomenal.

BBC
Henriette
BBC1
Henriette eingerieben
BBC3
Henriette verzehrfertig

Also falls ihr demnächst Besuch bekommt und die Leute so richtig beeindrucken wollt, dann setzt ein Huhn auf einer Bierdose und voila! Wobei… zu zweit haben wir unsere Henriette in zwei Tagen auch ganz gut alle bekommen.

Zutaten (für ca. 4 Personen):
1 Huhn – normale Größe. Wir haben sie bei Lidl gekauft, aber wenn man irgendwie an ein biologisches, glückliches, Freilandhuhn dran kommt, macht sich das geschmacklich bestimmt bemerkbar
2 EL brauner Zucker
1 EL Paprikapulver
1 TL Salz
1 TL Pfeffer
1 TL Kräuter der Provence
Die Butter habe ich ein Tag vorher gemacht. Das Rezept findet ihr hier
Olivenöl
1 Bierdose

Zubereitung

  • Huhn mit kaltem Wasser abspülen und komplett trocken tupfen. Zucker und Gewürze in ein kleines Schälchen miteinander vermischen.
  • Ofen auf 180 ° C vorheizen.
  • Falls man das Huhn mit der Butter einreiben möchte, jetzt vorsichtig mit den Fingern zwischen Haut und Fleisch Taschen formen, ohne die Haut zu zerreißen – sowohl vorne an der Brust, als auch hinten am Rücken. Taschen nach Belieben mit Butter füllen (ich habe pro Tasche ca. 1 EL Butter genommen).
  • Huhn mit der Zucker-Gewürzmischung komplett einreiben.
  • Bierdose öffnen und einen großen Schluck rausnehmen, bis sie noch zu ca. ¾ gefüllt ist oder Bier nach Anleitung im Hähnchenbräter füllen.
  • Huhn auf der Bierdose oder auf den Bräter stellen. Ca. 1 1/2 EL Olivenöl darüber träufeln Das Ganze auf einem Backblech stellen und in den Ofen schieben. Nach ca. 1 ½ Stunden sollte sie gar sein. Zur Überprüfung an der dicksten Stelle vom Huhn reinstechen. Der Saft, welches rausläuft, sollte klar sein.

Unser Huhn war so zart, dass das Fleisch quasi von den Knochen fiel, als ich es zerschneiden wollte. Dazu gab es Mischgemüse und Kartoffeln. Es war einfach, genial und mega lecker und die Variationsmöglichkeiten sind unendlich – nach Lust und Laune kann man andere Gewürze, anderes Bier oder auch Saft als Flüssigkeit benutzen!

Das Teil von Weber hat auch im Ofen super funktioniert und ich finde vor allem die Auffangschale genial, weil man den rauslaufenden Saft als Soße umfunktionieren kann.

Bescherung, Bing Crosby und Beer Butt Chicken – das war ein perfektes Weihnachtsfest!

Advertisements

Ein Kommentar zu „Bescherung, Bing Crosby, Beer Butt Chicken

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s