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Baby-Feuchttücher selbstgemacht

Vor einigen Monaten habe ich mich endlich dazu durchgerungen ein Projekt umzusetzen, was ich eigentlich schon seit der Geburt unserer Maus machen möchte. Aber wie das immer so ist – man schiebt es auf, weil es gerade zeitlich nicht so passt oder man schlichtweg keine Lust dazu hat, weil man denkt, dass es elendig aufwendig ist. War es dann aber nicht und heute bin ich froh, dass ich meinen inneren Schweinehund überwunden habe.

Heute gibt es also eine Do-it-yourself-Anleitung für die Mamas da draußen. Oder die Papas – wer sagt, dass es immer die Mutter sein muss, die sich um das Kind kümmert…

(Keine Sorge, das wird kein Beitrag zu den Themen Gender oder Rollenverteilung, aber heutzutage spielen die Väter in vielen Familien bei der Kindererziehung eine größere Rolle, als wir das vielleicht aus unserer Kindheit kennen und deshalb der Hinweis, dass diese DIY-Anleitung sich selbstverständlich nicht nur an Mamas richtet.)

Laber, laber, laber… worum geht es hier eigentlich?

Selbstgemachte Feuchttücher!

Feuchttücher.png
Alles was man braucht!

 

Man braucht:

1 Küchenrolle, mindestens 3-lagig. Ich habe jetzt verschiedene durchprobiert und kann euch sagen, man muss nicht das teuerste nehmen aber sollte vielleicht auch nicht unbedingt die nehmen, die aus Recycling-Material bestehen. Ich habe bislang die Eigenmarken von Lidl, DM und Rossmann alle ausprobiert und für gut befunden. Die von Aldi waren meiner Erfahrung nach eher ungeeignet.

1 Behälter, welches groß genug ist für eine halbierte Küchenrolle. Besonders gut eignet sich dafür ein Joghurteimer. (Ein Tipp von meiner älteren Schwester – danke!)
250 ml Wasser. Ich koche das Wasser vorher ab, sicher ist sicher.Feuchttücher1.png

1 ½ EL Baby-Öl. Ich benutze derzeit das von Hipp, weil das so toll riecht. Wer keine kommerziellen Baby-Öle benutzen möchte, kann auch einfach Kokosöl oder Olivenöl nehmen. Kokosöl benutze ich auch hin und wieder, da es antibakteriell wirkt und auch ansonsten ein tolles Produkt ist. Bloß die Tücher sind dadurch weniger geschmeidig.

2 EL Baby Waschgel. Auch hier benutze ich derzeit das von Hipp aber man kann einfach das nehmen was man da hat.

Anleitung:

  1. Wasser abkochen, etwas auskühlen lassen und mit Baby-Öl und Baby-Waschgel vermischen.
  2. Küchenrolle halbieren. Am einfachsten ist es, die Küchenrolle mit einem Brotmesser in der Mitte durchzusägen.
  3. Halbe Küchenrolle in ein sauberes Gefäß stellen – in meinem Fall der leere Joghurteimer. Mit der Wasser-Öl-Seifen-Mischung übergießen. Das Ganze ein paar Minuten stehen lassen und dann die Papprolle in der Mitte einfach rausziehen. Je nach Qualität der Küchenrolle lässt sich die Rolle gut oder weniger gut entfernen – bei guter Qualität wird sogar das erste Feuchttuch mit hochgezogen. Wenn nicht muss man eben das erste Tuch im inneren der Rolle mit den Händen hoch ziehen.
  4. Gefäß verschließen, damit die Tücher feucht bleiben. Ich habe im Deckel des Eimers einen Schlitz reingeschnitten, damit ich die Tücher einfach rausziehen kann. Aber einfach bei jedem Windelwechseln den Deckel abmachen ist genauso gut.
    Sollten die Feuchttücher zu nass sein, einfach eine Weile offen stehen lassen.

Wieso die Mühe?!, fragst du dich. Da gibt es mehrere Gründe:

  • Kosten sparen – gekaufte Feuchttücher kosten 0,02€ pro Stück. Wenn man alle Zutaten zusammenrechnet komme ich bei meinen Feuchttüchern unter 0,01€ pro Stück. Wenn man ein günstigeres Baby-Öl und einen günstigeren Babywash benutzt, sinkt der Preis natürlich noch weiter
  • Viele Feuchttücher, die man kaufen kann, sind überhaupt nicht biologisch abbaubar. D.h. alle Feuchttücher, die wir heute benutzen, sind in hundert Jahren noch genauso auf der Welt wie heute. Und man benutzt im Laufe der Zeit einiges an Feuchttüchern. Küchenrolle dahingegen wird nach ca. 1 Woche zersetzt.
  • Recycling: den Joghurteimer benutze ich nun schon seit Monaten und Küchenrolle kaufe ich so oder so, d.h. das einzige was an Verpackungsmaterial anfällt, ist die Verpackung der Küchenrolle bzw. die vom Baby-Öl und Babywash – beides Produkte, die ich sowieso da habe.
  • Vielseitigkeit: gekaufte Feuchttücher beinhalten oft viele Stoffe, wie Konservierungsstoffe, die man 1. Nicht wirklich auf einen zarten Babypo hinterlassen möchte und 2. Erst recht nicht für das Gesicht verwenden möchte. Diese selbstgemachten Feuchttücher kann man jedoch auch für Gesicht und Hände benutzen.

Genug Gründe aufgezählt? Wie, du stehst schon in der Küche und machst deinen eigenen Vorrat an Feuchttüchern? Sehr schön – dauert auch nur 5 Minuten.

Noch besser wäre das Ganze natürlich, wenn man statt Küchenrolle Waschlappen (Un-papertowels) benutzen würde, die man dann einfach waschen kann. Diese Hürde habe ich bislang noch nicht überwinden können – aber vielleicht wenn wir eine größere Wohnung haben und ich einen Ort habe, wo ich ein Eimer mit benutzte Waschlappen sicher abstellen kann….

P.s. für unterwegs habe ich natürlich trotzdem immer ein Packung gekaufte Feuchttücher dabei, das ist einfach handlicher.

Habt ihr vielleicht noch Anregungen und Tipps, wie man Babypflege ein bisschen grüner und umweltfreundlicher gestalten kann?

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