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Herr von Ribbeck in Ribbeck im Havelland

Vorletzte Woche hatten wir unseren allerersten richtigen Familienurlaub!

Wir waren letztes Jahr schon mal ein paar Tage zu dritt unterwegs, aber das war eigentlich in Verbindung mit einem Bewerbungsgespräch und zählt für mich deshalb nicht als richtiger Urlaub.

Raus aus der Stadt und ab aufs Land und zwar nach Brandenburg – nach Ribbeck um genau zu sein. Und bei vielen von euch wird jetzt irgendwo in der hintersten Gehirnwindung ein kleines Glöckchen klingeln. Ribbeck… Da war doch was! Ich helfe euch auf die Sprünge:

„Herr Ribbeck von Ribbeck im Havelland,
Ein Birnbaum in seinem Garten stand,
Und kam die goldene Herbsteszeit
Und die Birnen leuchteten weit und breit,
Da stopfte, wenn’s Mittag vom Turme scholl,
Der von Ribbeck sich beide Taschen voll,
Und kam in Pantinen ein Junge daher,
So rief er: »Junge, wiste ’ne Beer?«
Und kam ein Mädel, so rief er: »Lütt Dirn,
Kumm man röwer, ick hebb ’ne Birn.« (…)“

Richtig, das ist der Anfang einer Ballade von Theodor Fontane, welches ihr womöglich in der Schulzeit im Deutschunterricht behandelt habt. Ich nicht. Deswegen kam mir dieses Ribbeck überhaupt nicht bekannt vor.

Nur gut, dass es dort den Marienhof gibt und wir dadurch den Weg dorthin gefunden haben. Der Marienhof ist ein Kinderbauernhof mit Übernachtungsmöglichkeiten, sowohl für Gruppen als auch für Familien und Einzelpersonen. Früher habe ich selber auf einem Bauernhof gewohnt und hätte nie gedacht, dass ich Städter jetzt extra auf einem Bauernhof fahre um Urlaub zu machen. So ändern sich die Zeiten.

Eigentlich wollten wir ursprünglich eine Woche nach Berlin um Freunde zu besuchen aber dann dachten wir: Stadt haben wir schon hier und unsere kleine Maus mag Tiere so gerne und ein bisschen Landluft könnten wir alle mal vertragen. Ein Ausflug nach Berlin war dann dennoch drin, denn Ribbeck ist nur ca. 1 Stunde Fahrt von Berlin entfernt, für ein Tagesausflug also super gelegen. Nach Potsdam war es nur eine halbe Stunde und so ergab es sich, dass ich es in dieser Urlaubswoche auch endlich geschafft habe, das Schloss Sanssouci zu besuchen.

Aber zurück nach Ribbeck und zum Marienhof: Ribbeck ist ein kleines Örtchen mit nur eine Handvoll Häuser und ein schönes Schloss. Um das Schloss herum gibt es einige sehr schön hergerichtete Häuschen und eine Kirche, die alle auf das Gedicht abzielen – ein alte Wäscherei, eine alte Bäckerei und eine alte Schule. Und natürlich ein Birnenbaum. Alles ist sehr liebevoll gestaltet und am Wochenende ist es sicherlich ein tolles Ausflugsziel – am besten den Besuch im Zeitraum Donnerstag – Sonntag planen, da dann auch alle Sehenswürdigkeiten geöffnet haben.

Der Marienhof liegt etwas außerhalb von Ribbeck, ca. 30 – 45 Minuten zu Fuß entlang eines Barfußpfades, der von der Idee her sehr schön ist, aber derzeit auch etwas renovierungsbedürftig. Auf dem Hof gibt es alles was das Herz begehrt – niedliche Zicklein, Schafe, Ziegen, Schweine, Ponys (Reiten ist für die Kleinen selbstverständlich möglich), Esel, Hühner, Hasen, Enten und sogar ein Truthahn und ein Schwansteich. In der Mitte des Hofes ist außerdem noch ein Spielplatz mit einem Spielgerüst in der Form eines Traktors.

Wir sind an einem Sonntag angekommen, das Wetter war schön und der Hof gut besucht – ein wahres Paradies für Kinder! Im Imbiss besteht die Möglichkeit Kleinigkeiten wie Kuchen, Wiener oder Eis zu holen. Im Großen und Ganzen war es alles wirklich sehr schön gestaltet! Ich muss zugeben, dass eine Woche vielleicht etwas lang war für die Location aber wer für ein Wochenende mal Lust hat rauszukommen aus der Großstadt, sollte sich unbedingt die Seite mal anschauen:

http://www.marienhof-ribbeck.de/

Wir hatten auf jeden Fall eine wunderschöne Woche mit herrlichem Wetter! Da ließ sich genug Kraft tanken für die Aufgaben die bevorstehen: der erste Kita-Tag am Montag, Bewerbungen schreiben bis zum Umfallen und der ganz normale Alltags-Wahnsinn!

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