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Plastiktüte weg – Stoffbeutel her

Ihr erinnert euch vielleicht an meine Ziele für dieses Jahr, die ich auf meinem Vision Board festgehalten habe. Ich schulde euch eigentlich mal ein Update, wie ich bislang vorankomme. Aber es hat sich leider noch sehr wenig getan. Zumindest nicht genug um darüber einen positiven, selbstwerterhebenden Beitrag zu schreiben.

Es gibt jedoch ein Ziel, welches ich versuche mit Herz und Seele umzusetzen, weil es mir einerseits ziemlich wichtig ist und andererseits auch einfach Spaß macht. Und zwar der Punkt Green Living, worunter ich vor allem die Punkte weniger Müll, upcycle and reuse sowie selbstgemacht statt gekauft ins Auge gefasst habe.

Letzte Woche war ich mit meinem Schatz einkaufen. Er hatte Spätschicht, d.h. er musste erst gegen 14 Uhr auf Arbeit. Unsere kleine Maus ist bis 14 Uhr in der Kita. In anderen Worten: Zum ersten Mal seit gefühlten Ewigkeiten haben wir mal ein paar Stunden am Vormittag nur für uns Zwei gehabt. Es war ziemlich ungewohnt und auch wenn man unfassbar viel erledigt bekommen hat in der Zeit, fehlte sie uns doch sehr.

Aber egal, zurück zum Einkaufen und das Thema weniger Müll. Seit einiger Zeit gibt es in vielen Geschäften, u.a. Deichmann, H&M etc. keine Tüten mehr umsonst. Stattdessen muss man 0.10 oder 0.15 € draufzahlen um eine Tüte dazuzubekommen. Eigentlich kein Riesengeldbetrag aber dadurch, dass man sie vorher einfach kostenlos dazu bekommen hat, sind viele (ich) zu geizig dafür. Und die Folge? Man nimmt sich eigene Beutel oder Tüten mit, damit man sich die paar Cent einspart. Und die Folge? Weniger Müll. Tadaa.

Mein Freund hält mich für verrückt und meint, dass wir kleine Einzelmenschen doch gar nichts bewegen können. Klar haben wir beim Einkaufen 6 Tüten eingespart aber was sind schon 6 Tüten gegenüber das ganze Verpackungsmaterial bei den großen Firmen? Das mag stimmen, aber das heißt nicht, dass wir nicht alle tun sollten, was in unserer Macht liegt. Sechs Tüten sind ein kleiner Beitrag aber mein kleiner Beitrag.

JStoffbeuteletzt habe ich am Wochenende sogar noch eins drauf gelegt. Bislang habe ich beim Obst und Gemüsekauf entweder fertig abgepacktes gekauft oder die Artikel einzeln getragen um den lästigen kleinen Plastikbeutel zu vermeiden. Da war ich dieses Wochenende im Osten zu Besuch bei den Schwiegereltern-to-be und habe sie unendlich lang vollgeschwafelt über Dinge wie selbstgemachten Deos und Zahnpasten oder wie wichtig Bio-Milch und Müllvermeidung sind. (Die haben sich bestimmt gedacht, wer ist diese Öko-Tante und wo ist Pien?!) und dabei zwei Obstnetze ergattert. Und nicht nur irgendwelche Obstnetze – nein Ur-Ostdeutsche Obstnetze, so richtig DDR-Style. Mit Leder-Henkel. Sie sind vielleicht nicht schön aber wahrscheinlich unkaputtbar und erzählen Geschichte. Manchmal ist es doch gar nicht so schlecht, dass der Ossi nichts wegschmeißt…

Stoffbeutel1

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