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Urban Gardening – die Ernte

Zugegebenermaßen sind Herbst und Frühling meine Lieblingsjahreszeiten – aber dieser herrlich warme Spätsommer hat auch was Besonderes. Und das vor allem nachdem es die letzten Monate gefühlt ständig nur geregnet hat oder kalt war.

Derzeit genieße ich die Sonne sogar doppelt, da ich mir mal ein bisschen Urlaub gegönnt habe – 2 Wochen lang, jeden Tag 4 ½ Stunden „il dolce far niente“ oder auch das süße Nichtstun. Natürlich mache ich nicht wirklich nichts – dafür habe ich eindeutig zu viele Hobbys. Stattdessen ist in den letzten zwei Tagen schon eine Tischdecke entstanden und habe ich mich mal unseren Balkon gewidmet.

Am Anfang des Sommers habe ich euch von unserem Balkon und meinem Projekt „Urban Gardening“ erzählt. Wie ihr hier nachlesen könnt, wollte ich so einiges ausprobieren und dabei zu einem großen Teil auf die Wiederverwertung von alten Verpackungen als Pflanzencontainer (a.k.a. upcycling) setzen. Jetzt neigt sich leider die Erntesaison langsam dem Ende zu, d.h. jetzt ist der perfekte Zeitpunkt euch mal ein bisschen über die Erfolge und Misserfolge zu berichten.

Salat: Ich habe unfassbare Mengen Salat vom Balkon geerntet, v.a. am Anfang der Saison als die Blätter noch schön frisch waren. Teilweise hatte ich kleine Pflänzchen gekauft und teilweise selbst gesät (Pflücksalatmischung und Rucola). Beides hat wunderbar funktioniert und hätte ich es nicht versäumt jede Woche ein Behälter nachzusäen, hätte ich sicherlich den ganzen Sommer über Salat en masse gehabt. Fazit: Für den Balkon super geeignet, mega lecker, einfach und auch gut fürs Portemonnaie…

Tomaten: Ich habe eine große Vielfalt an Tomaten ernten können, jedoch leider keine große Menge. Die Tomatenpflanzen haben schon relativ früh irgendeinen Schimmel eingefangen und auch wenn ich versucht habe das Ganze mit einer Milchmischung und einer Natronmischung zu begegnen, haben die Pflanzen ganz schön darunter gelitten. Die Menge reicht also nicht um Tomatensoße einzukochen aber zum Naschen und über den einen oder anderen Salat hat es durchaus gereicht. Fazit: Im nächsten Jahr weniger Pflanzen, die ich besser pflegen muss.

Ernte_tomaten.jpg

Auberginen: Das Wetter war für Auberginen einfach nur zu kalt. Die herrliche Sonne der letzten Tage hat dafür gesorgt, dass die eine oder andere Pflanze doch noch zu blühen angefangen hat, aber für eine Ernte kommt die Sonne leider zu spät  Fazit: Vielleicht könnte ich die Pflanzen im nächsten Jahr noch länger in der Wohnung lassen, wo es doch ein paar Grad wärmer ist als draußen und auf mehr Sonne hoffen…Ernte_Paprika.jpg

Paprika: Bei den Paprikapflanzen lief die Geschichte ähnlich wie bei den Auberginen. Aber es sind ein paar kleine Paprikas dran, die von dem Wetter jetzt profitieren, d.h. wir werden diesbezüglich am Ende nicht ganz mit leeren Händen dastehen.

Möhren: Keine üppige Ernte, aber ich mag Möhren nicht besonders, deshalb kann ich damit leben. Für Containergardening sind Karotten durchaus geeignet, wenn man einen tiefen Behälter findet. Nicht austrocknen lassen und nicht ersaufen, beides können sie nicht besonders gut vertragen… Außerdem muss man sie nach und nach gut ausdünnen, da der Platz im Topf beschränkt ist. Für viele Möhren braucht man also entweder ein riesen Topf oder viele verschiedene Gefäße.

Kräuter: Es gibt nichts schöneres, als kurz auf den Balkon zu gehen und ein paar Blättchen Basilikum zu zupfen oder ein Stängel Rosmarin abzuschneiden um damit das Essen zu verfeinern. Petersilie, Rosmarin und Basilikum haben sich sehr wohl gefühlt auf dem Balkon, während Koriander schon ein bisschen mehr Pflege und Aufmerksamkeit braucht. Im nächsten Jahr hoffe ich noch viel mehr Kräuter zu haben – Oregano, Schnittlauch, Thymian… Bei Kräutern ist es wichtig auf die Wassermenge zu achten und die Sonnenlage. Manche lieben es mitten in der Sonne zu stehen, während andere sehr schnell austrocknen. Also gilt es auf die Sonne zu achten und gegebenenfalls die Pflanzen tagsüber zu rotieren.

Kartoffeln: Die Kartoffeln waren ein Projekt, worauf ich besonders gespannt war. Wird das was? Und wenn ja wie viele Kartoffeln werde ich ernten? Letzte Woche habe ich dann den Behälter ausgekippt und tatatata…. 5 Kartoffelchen geerntet. Ich war ein bisschen enttäuscht aber das hat sich dann gelegt als ich diese äußerst schmackhaften, liebevoll selbst gezüchteten Kartoffeln in einem Omelett verarbeitet habe. Ein Wort: Wow! Unfassbar wie viel Geschmack Kartoffeln haben können.

ernte_kurbisKürbis und Zucchini: Die Zucchinis waren der komplette Reinfall. Bin mir auch nicht sicher wieso. Vielleicht war der Pflanzentopf zu klein, vielleicht haben die Nährstoffe nicht gereicht, vielleicht war es zu kalt. Meine Kürbispflanzen dahingegen haben fast den ganzen Balkon übernommen und mit sonnengelben Blüten den Balkon verzaubert. Die Ernte dahingegen war mau – ein winziger Kürbis, der mich dazu verleitet hat gleich einen Kürbis zu kaufen und eine herrliche Kürbissuppe zu zaubern…

Ihr seht: manches hat gut geklappt, manches war verbesserungswürdig. Auf jeden Fall hat es Spaß gemacht mitten in der Stadt meine eigene kleine grüne, gesunde Oase zu schaffen und freue ich mich schon auf das nächste Gartenjahr!

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Ein Kommentar zu „Urban Gardening – die Ernte

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