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3 gute Gründe für einen Handy-Detox

Ich habe seit Ewigkeiten nichts geschrieben – und wenn ich so darüber nachdenke wieso, wird mir klar, dass ich überhaupt die letzten Wochen sehr wenig Zeit am Laptop verbracht habe. Eine Art „Digital Detox“, vielleicht nicht ganz so streng aber doch befreiend.

Am Wochenende habe ich dann mein Handy auch noch fallen lassen und ist es so blöd aufgekommen, dass es den Geist aufgegeben hat. Da waren erst ganz viele bunte Farben und dann alles schwarz.

Diese wenigen Tage ohne Handy haben mir die Augen geöffnet und mir die schockierende Realität gezeigt – ich verbringe zu viel Zeit mit dem Teil.

Und ich habe mir zwar gestern widerwillig ein Neues gekauft aber dies vor allem, weil ich erreichbar sein möchte, wenn mit meiner Familie irgendwas ist. So wie letzte Woche Montag, als unsere Kleine Fieber hatte und aus der Kita abgeholt werden musste… Aber ich habe mir vorgenommen, die Nutzung besser zu beobachten und stark zu verringern, denn die letzten Tage waren so furchtbar… ENTSPANNT.

Und deshalb gibt es heute eine kurze Liste mit den drei besten Gründen, das Handy mal einfach in der Tasche stecken zu lassen oder an einen Ort zu legen, wo die Versuchung es ständig in der Hand zu nehmen, nicht so groß ist.

handy-detox

  1. Zeit. Es ist unfassbar, wie viel Zeit manche an ihren Handys verbringen. Und da würde ich mich auf der Skala der Nutzungsdauer noch gar nicht so weit oben einpendeln. Die meiste Zeit am Handy verbringt man mit nutzlosem Surfen, sei es Facebook, Instagram, WhatsApp, Snapchat, Pinterest, usw… Die Zeit, die man damit verbringt, bringt einem, wenn man es sich eingesteht keinen wirklichen Mehrwert und doch kann man sich die Zeit niemals zurückholen. Die Alternative: anstatt Leute bei Facebook zu stalken, kannst du auch mit echten Freunden was unternehmen; anstatt bei Pinterest tausende Ideen zu sammeln, nimm diese Zeit und setze von den Ideen was um. Benutze deine Hände um etwas Echtes zu kreieren, statt über das Handy zu wischen…
  2. Erinnerungen. Wir haben diese Woche zum ersten Mal mit unserer Maus Plätzchen gebacken. Zu Dritt – The Boyfriend, das Mäuschen und ich. Mein Handy war kaputt und deshalb gab es einen schnellen Schnappschuss mit meiner Kamera und ansonsten konnten wir uns voll und ganz auf das gemeinsame Plätzchenbacken konzentrieren und so Erinnerungen schaffen, die für immer in unseren Köpfen eingebrannt sind. Mit Handy hätte ich versucht das perfekte Bild zu machen um es mit meiner Familie zu teilen damit alle schreiben können, wie schön und toll wir das machen. Aber kein Foto der Welt hätte das damit einhergehende Gefühl einfangen können, welches diesmal nicht von der lästigen Blitzerei gestört wurde. Und das ist nur ein Beispiel der letzten Tage. Wie oft versucht man seine Umwelt oder einen Moment einzufangen und hat dadurch gar nicht die Möglichkeit, ihn einfach mal mit allen Sinnen auszukosten?
  3. Das Soziale Miteinander. Es gibt bei uns Abende, da sitzt unsere Maus vorm Fernseher und schaut Sandmann, während wir beide am Handy surfen. Wenn ich mir das bildlich vors Auge führe, wird mir ein bisschen schlecht. Mach das Handy aus oder lege es weg und verbringe stattdessen die Zeit gemeinsam! Lest mit euren Kindern ein schönes Buch – ich kenne mittlerweile schon einige Kinderbücher auswendig – oder spielt/bastelt/fantasiert zusammen. Falls ihr keine Kinder habt, dann trefft euch mit Freunden, schaut euch gemeinsam ein Theaterstück an, geht Essen, habt Spaß und – da wären wir wieder bei Punkt zwei – erschafft dabei wunderschöne Erinnerungen. Das was im sozialen Miteinander geschieht, was man empfindet, was man gemeinsam kreiert, damit kann keine Technologie der Welt mithalten.

Sicherlich gibt es auch noch weitere Gründe, aber diese drei sind mir in den Tagen ohne Handy besonders bewusst geworden. Ich hatte sehr viele Momente, wo ich einfach aus Gewohnheit in meine Tasche gegriffen habe um mein Handy rauszunehmen und habe in diesen Situationen mehrmals in Frage gestellt, wieso ich überhaupt danach greife! Ich konnte im Café einfach mal in Ruhe Leute beobachten, ein bisschen Schreiben und ohne Ablenkung das beste Croissant der Stadt (im Mutterland am Hauptbahnhof) genießen. Anstatt bei Pinterest zu surfen habe ich seit langem endlich mal wieder ein Buch innerhalb von zwei Tagen verschlungen und einige Projekte fertigstellen können. Schade, dass man erst sein Handy dafür zerschmettern muss um wieder auf das Wesentliche zurückzukommen aber ich bin froh, dass es in der Vorweihnachtszeit passiert ist, damit ich diese Zeit umso intensiver mit meiner Familie genießen kann!

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