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Das beste Gulaschrezept der Welt

Der heutige Beitrag ist nichts für Veganer, oder Vegetarier, oder Leute, die sich lieber keine Gedanken über die Herkunft ihres Fleisches machen wollen. Denn der heutige Beitrag handelt von einem himmlischen Gulasch und ist eine Hommage an unser Hausschwein, das mein Vater vor einigen Jahren mit dem Namen Jan-Hendrik versehen hat. Das Hausschwein, welches hinten in der Scheune neben Tierfutter die köstlichen Reste verputzen durfte, die von den Familienmahlzeiten übrig geblieben waren. Das Hausschwein, welches, wenn meine Eltern nicht da waren, vor lauter Sehnsucht das ein oder andere Mal ausgebüchst ist und u.a. dabei das Gewächshaus meiner Mutter zerstört hat. Das Hausschwein, welches eine seltsame Freundschaft zu meinem Vater pflegte.

Und auch wenn Jan-Hendrik irgendwie ein fester Bestandteil des Familienlebens war, so war uns allen zu jeder Zeit bewusst, dass es sich hier um eine Zweckbeziehung handelt, und dass das unvermeidliche Ende dieser Beziehung ein saftiges Stück Fleisch auf unserem Teller bedeutete.

Ich bin mit Tieren groß geworden und habe diese Lektion von Anfang an gelernt und oft beim Schlachten oder Hühnerrupfen mitgeholfen. Viele betrachten es als grausam und können sich nicht vorstellen, ein Tier zu essen, welches sie großgezogen haben. Aber ich esse lieber ein Tier, welches bei uns auf dem Hof ein schönes Leben haben durfte, als ein fremdes Tier aus einem großen Betrieb, wovon ich nicht weiß, was es alles zu sich genommen hat und wie es behandelt wurde.

Und der Unterschied ist wirklich erschreckend. Während Schweinefleisch im Supermarkt immer ein zartes Rosa hat bzw. schon fast farblos ist und irgendwie perfekt in irgendwelchen Minutensteaks geformt wurde, ist das Fleisch von Jan-Hendrik dunkelrot und schön marmoriert. Und es schmeckt einfach sooooo gut, während das Fleisch aus dem Supermarkt nach nichts schmeckt und beim Braten um die Hälfte eingeht.

Aber ich möchte jetzt nicht in eine ethische Diskussion eintauchen oder das andere Fleisch schlechtmachen, sondern das Gulasch-Rezept mit euch teilen, welches meine Mutter mir beim letzten Besuch zusammen mit ein paar Kilo Schweinefleisch mit auf den Weg gegeben hat.

gulasch

Zutaten für 4 Personen:

Ein Schuss Olivenöl
1 Kilo Schweinefleisch, gewürfelt
2 EL Mehl
5 Zwiebeln
1 Dose Tomatenpüree
Fleischbrühe

Gewürze:
Salz
Pfeffer
2 TL Paprika
1 TL Curry
½ TL Chilli

Zubereitung:

  1. Mehl mit den Gewürzen vermischen und das Fleisch darin wenden, bis die Würfel von allen Seiten gut bedeckt sind.
  2. Zwiebeln in dünne Ringe schneiden. (ich halbiere sie zuerst, und mache Halbringe, weil ich unfähig bin ganze Zwiebelringe zu schneiden)
  3. Öl in einem Topf erhitzen und Fleischwürfel von allen Seiten scharf anbraten. Anschließend die Zwiebelringe zugeben. Ebenfalls kurz mit braten.
  4. Fleischbrühe zugeben, und zwar so viel, dass das Fleisch nicht ganz bedeckt ist.
  5. Tomatenpüree zugeben, alles umrühren.
  6. Das wichtigste: mehrere Stunden auf niedriger Flamme garen lassen, damit das Fleisch ganz zart wird und der Geschmack sich vertiefen kann.

Am ersten Tag haben wir den Gulasch mit Reis gegessen, unsere Maus hat gleich zwei Teller davon verputzt. Am zweiten Tag haben wir Vollkorn Tagliatelle dazu gegessen was ebenfalls super lecker war. Es hat mich geschmacklich irgendwie zurück in die Toskana versetzt, wo ich mit meiner Mutter mal eine Wanderung durch die unbekanntere Gegend gemacht habe und eines Abends Papardelle mit Wildschwein gegessen haben. Himmlisch.

Gulasch2.png

 

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