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Urlaub in Dänemark – die 3 wichtigsten Erkenntnisse

Der Alltag hat mich wieder und ab nächste Woche stehen Kita und Arbeit auch bei unserer Maus und the Boyfriend wieder auf dem Programm. Ich habe vor 2 Wochen eher widerwillig angefangen zu arbeiten, die drei Wochen Urlaub waren einfach zu schön.

Nach zwei unfassbar erholsame und entspannte Wochen zuhause, sind wir eine Woche zu dritt hoch gefahren nach Dänemark. Unser erster richtiger Familienurlaub und zudem das erste Mal seit langem wieder im Ausland (Niederlande zählt für mich nicht, da wir dort immer familiärbedingt sind).

Wir hatten ein Ferienhaus an der dänischen Nordseeküste, direkt hinter den Dünen, nur 150 m vom Strand. Und es war in einem Wort zusammengefasst – FANTASTISCH!

Wir waren nicht mitten in irgendeinem Ferienpark und nicht an einem gut besuchten Badestrand, sondern gefühlt in the middle of nowhere. Und während das für manche wie ein Alptraum klingen mag, war es für uns, die vom-Land-in-die-Großstadt-Gezogenen, eine herrliche Abwechslung zur Großstadttrubel.

Urlaub

Die 3 wichtigsten Erkenntnisse des Urlaubs waren:

  1. Stille ist ein Geschenk. Abgesehen vom Wind und das Rauschen der Wellen war dort absolute Stille. Keine Autos, keine U-Bahn, die wenige Meter entfernt alle paar Minuten vorbei rast, keine Sirenen, keine lauten Nachbarn, keine Fußgänger oder spielende Kinder, keine Dauerbeschallung. Und während mir die Stille am Anfang äußerst verdächtig vorkam und mich fast zu erdrücken drohte, konnte ich gegen Ende der Woche einfach nur dasitzen und die Dunkelheit und dieses Geräuschvakuum genießen. Auf einmal konnte ich wieder nachdenken, in mich gehen und alles ganz in Ruhe reflektieren.Urlaub1.png
  2. Urlaub mit Kind ist eine ziemliche Herausforderung. Im Großen und Ganzen ist unsere Maus super lieb und auch pflegeleicht. Man kann mit ihr essen gehen und Unternehmungen machen und sie benimmt sich dabei musterhaft (was ich nicht erwarte, schließlich ist sie zwei und soll sein und nicht nur „funktionieren“). Aber zu dritt nimmt der Urlaub dann doch andere Dimensionen an. Keine romantischen Sonnenuntergänge am Strand, weil das Kind schläft und einer im Haus bleiben muss. Es konnte immer nur einer ins Wasser, weil sie Angst vor den Wellen hatte und nicht mit hinein wollte. Sie leidet an einer schrecklichen Reiseübelkeit, weshalb wir das Autofahren möglichst vermeiden wollten, wodurch man weniger rumkommt. Man braucht ein bisschen mehr Routine – wann kann sie schlafen, bekommt sie genug und regelmäßig was zu essen, etc. Und dann noch das Thema Beschäftigung: Wo sind Spielplätze? Welche Ausflüge machen uns allen Spaß? Von einer Bunkerführung aus dem 2. Weltkrieg haben wir demnach abgesehen und waren lieber am Leuchtturm, wo zudem noch ein Riesenspielplatz war. Man verliert einiges an Spontaneität und Momente der Zweisamkeit. Dafür haben wir aber mehr zurückgewonnen als verloren und wunderbare Erinnerungen für die Ewigkeit gemacht.Urlaub2.png
  3. Slow down. Das Leben ist so hektisch, immer gibt es irgendwelche Termine oder Zeiten an die man sich halten muss. Und dann noch dieses Gefühl immer ein Status Quo erfüllen zu müssen. Wer sagt das? Warum machen wir das? Macht uns das glücklich? Mein Vorsatz: Dinge einfach mal entspannter anzugehen, mich weniger aufzuregen und mehr darauf zu achten, was ich wirklich will und was mich glücklich macht. Das ist bestimmt ein Prozess, der länger dauert aber ich arbeite daran.

Ich hoffe, dass wir noch viele Länder als Familie bereisen können, so wie ich es in meiner Kindheit erleben durfte. Denn Reisen und Abenteuer machen das Leben zu etwas ganz Besonderem.

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