Allgemein · Dies und Das · Familie

Meine Gedanken zum neuen Jahr

2018 – ich weiß noch nicht recht, was ich von diesem Jahr halten soll.

Die letzten Jahre bin ich immer ganz zielgerichtet ins neue Jahr gestartet. Ich hatte große Pläne, Wünsche und konkrete Ziele, die ich umsetzen wollte.

Und das ist mir stets auch mehr oder weniger erfolgreich gelungen. Im letzten Jahr habe ich mir zum Beispiel Themen wie „Umzug in einer größeren Wohnung“, „Wiedereinsteig ins Berufsleben“ und „Urlaub im Ausland“ vorgenommen. Check, check, check!

In diesem Jahr heißt es vielleicht also vor allem eins: Ankommen.

Ankommen in der neuen Wohnung, die zwar schon seit über einem halben Jahr von uns bewohnt wird, aber leider immer noch keine Lampen und Vorhänge besitzt und auch dadurch, dass wir unsere Routine noch nicht so gefunden haben, sich noch nicht ganz wie unser „zuhause“ anfühlt.

Ankommen im neuen Job, denn auch wenn ich bereits im letzten Jahr Februar angefangen habe zu arbeiten, so haben sich bereits in der kurzen Zeit viele Änderungen ergeben – zuerst die Erhöhung von 25 Stunden auf 30 Stunden und vor kurzem sogar eine weitere Erhöhung auf 35 Stunden. Damit einher gingen natürlich sowohl eine Erweiterung der Aufgaben und Zuständigkeiten auf Arbeit, als auch die Neukoordination zuhause. Mehr Stunden für mich, bedeuteten automatisch mehr Kitastunden für die kleine Maus. Mir fällt es teilweise unfassbar schwer nach 7 Stunden auf Arbeit (wo ich den ganzen Tag mit kleinen Kindern zu tun habe) zuhause die Mutter zu sein, die ich gerne wäre. Ein ausführliches, gesundes Abendessen auf den Tisch bringen, noch mal mit der Maus auf dem Spielplatz gehen, die Wohnung einigermaßen saubermachen – an manchen Tagen stellen so einfache Sachen unerreichbare Hürden da.

Aber für mich geht das Ankommen gefühlt noch tiefer als nur auf Arbeit und Familie bezogen – es geht auch um Selbstfindung. Auf ein Mal ist man fast 28, hat eine tolle Wohnung in der schönsten Stadt der Welt, ein Kind, einen Partner, einen unbefristeten Arbeitsvertrag… Und da stellt sich die Frage, wohin soll das gehen und wer bin ich in all dem, was hier gerade vor sich geht?

Denn auch wenn mich die Vollkommenheit der jetzigen Situation zufrieden stellen müsste, wirkt die Tatsache, dass man an diesem Punkt erst mal „alles“ erreicht hat, auch unfassbar erdrückend. Denn in meinem Inneren merke ich, dass ich für die nächsten, gesellschaftlich vorgeschriebenen, Schritte – Hauskauf/Hausbau, zweites Kind, etc. noch nicht bereit bin. Und da ich eine Frau bin und grundsätzlich immer alles hinterfragen und tausendfach überdenken muss, werde ich ganz misstrauisch, denn was kommt jetzt, wenn ich für die nächsten Schritte nicht bereit bin? Stagnation? Das klingt noch erdrückender. Worin kann ich mein Potential entfalten, damit kein Stillstand entsteht? Was bringt mich an dieser Stelle weiter? Was sind meine Ziele? Was will ich?

Ein philosophischer Start ins neue Jahr mit Fragen über Fragen. Hoffen wir mal, dass sich im Laufe des Jahres ein paar Antworten ergeben…

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s